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10 Mythen der Digitalfotografie: Nr 2 – Kleinere Aufnahmefläche = größere Brennweite

Vor einiger Zeit interessierte sich ein Kunde, der in einem angesehenen Fotogeschäft neben mir stand, für eine digitale Spiegelreflexkamera. Angeboten wurde ihm eine gute dSLR, ein wirklich schönes Stück mit einigen interessanten technischen Details. Gleichzeitig fragte der potenzielle Käufer nach dem einen oder anderen Objektiv, in der Absicht, möglichst nur ein oder zwei Zooms herumschleppen zu müssen.

 

Warum Sie mit 200 mm an einer dSLR immer noch gefressen werden

Nicht sonderlich brauchbar war allerdings der Hinweis des Verkäufers, "durch den kleineren Sensor der dSLR verlängert sich die Brennweite Ihres Objektivs." Er fuhr fort, Lobpreisungen auf das angeblich nun vorhandene "400 mm Objektiv mit großer Anfangsöffnung" zu singen, "da müssen Sie nicht mehr so nah ran gehen …."

Es ist sehr schade, dass bisher noch niemand sich diese häufige Versprechung hat schriftlich und einklagbar geben lassen. Gerade für Hinterbliebene von Fotosafari-Urlaubern könnte das durchaus lohnend sein. Denn spätestens wenn der Käufer versucht, die hungrige Löwin mit Jungtieren in vernünftiger Größe auf seine Speicherkarte zu bannen, wird es eine üble Überraschung für Fotografen und Angehörige geben.

Eine kleinere lichtsensitive Fläche vergrößert nicht die Brennweite!

Die Brennweite eines Objektivs ist eine physikalische Größe, ausschließlich abhängig von Baulänge und Brechung der Linsen, es ist der Abstand zwischen dem Brennpunkt und dem zugehörigen Hauptpunkt auf der Linse (genauere Definitionen und Illustrationen). Wollen Sie also ein Objekt "näher heran holen" – genau genommen, den Abbildungsmaßstab vergrößern – sind Sie gezwungen, tatsächlich

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