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10 Mythen der Digitalfotografie: Nr. 3 – Es kommt nicht auf die Kamera an

PolizistSeit seligen Filmtagen steht es, das Gesetz der Ausrüstung: Nicht die Kamera macht die Bilder! Was vor der digitalen Fotografie noch eine Halbwahrheit war, hat sich inzwischen zu einem veritablen Märchen entwickelt.

Ein kurzer Blick zurück

Früher, als wir noch selbst entwickelten und Abzüge in der Dunkelkammer herstellten, oder uns für Farbaufnahmen auf Umkehrfilme verließen, da war die Kamera kaum mehr als was ihr Name sagte: ein Raum. Öffnete man seine Tür – den Verschluss - kam Licht rein, traf auf den Film, belichtete und fertig. Das Bild war jetzt latent vorhanden, es musste nur noch sicht- und haltbar gemacht werden. Dazu diente die Dunkelkammer voller Chemikalien.

Die technische Qualität eines Fotos wurde durch das verwendete Filmmaterial, die Objektivgüte und die Behandlung bis zum aufgehängten Abzug bestimmt. Bei Schwarzweiss konnte in einem sehr großen Bereich lange nach der Aufnahme variiert werden; Farbe war kritischer, bereits bei Umkehrfilm war es die Wahl des Filmmaterials, die bestimmte, wie

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10 Mythen der Digitalfotografie: Nr. 1 – Mehr ist besser

Es gibt eine ganze Reihe von Halbwahrheiten und Unsinn über digitale Fotografie, die irgendwie unausrottbar zu sein scheinen. Das ist nichts Besonderes, das gibt es überall, obwohl gerade technische Hobbies besonders geplagt sind. Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass wir Menschen Zahlen recht einfach vergleichen können, ‘12 ist größer als 9’. Wir tendieren auch dazu wertfreie Komparative qualitativ oder gar moralisch zu interpretieren, ‘größer ist besser’.

Einer der hartnäckigsten Mythen der Digitalfotografie besagt, dass mehr Megapixel besser ist. Eine Begründung wird nicht gegeben, wird auch nicht gebraucht, den [siehe oben] mehr ist besser – außer bei Schmerzen.

Wer sich heute eine Digitalkamera kauft, erhält zwischen 10 und 20 Megapixel, einige wenige Kompakte haben auch noch einstellige MPx-Zahlen zu bieten, ebenso wie die in Handys eingebauten Module. Diese Zahlen geben die absolute Auflösung des Kamerasensors an, sind also was die Auflösung angeht direkt vergleichbar – 2500 px x 4000 px ergeben immer ein Bild von 2500 px x 4000 px. Interessant wird es, wenn wir sehen, wie diese Pixel verteilt sind, sowohl

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